Anatewka by Scholem Aleichem

By Scholem Aleichem

Die Geschichte spielt im Russischen Kaiserreich im ukrainischen Schtetl Anatevka in der vorrevolutionären Zeit um 1905. Im Dorf lebt eine jüdische Gemeinschaft, die großen Wert auf culture legt. Der Milchmann Tevje (jiddische Koseform des hebräischen Namens Tuvija) lebt mit seiner Frau Golde und seinen Töchtern in Armut. Trotz drohender Pogrome im zaristischen Russland bewahrt Tevje seinen Lebensmut und seinen Humor.

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Mathematik für Ingenieure und Naturwissenschaftler Band 1, 13. Auflage

Mit seiner un? bertroffenen didaktischen Konzeption erm? glicht das Buch einen nahtlosen ? bergang von der Schul- zur anwendungsorientierten Hochschulmathematik. Die leicht verst? ndliche und anschauliche paintings der Darstellung hat das Buch zum Standardwerk der Ingenieurmathematik werden lassen.

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Jeder kommt mit seinem Rate: der eine spricht von einem Schnittwarengeschäft, der andere von Kolonialwaren, der dritte von einem eigenen Häuschen und einem Grundstück, der vierte redet von Weizen, der fünfte von Wald, der sechste von Lieferungen – »Brüder«, sage ich, »laßt ab von mir! Ihr seid in großem Irrtum, denn ihr glaubt wohl, ich sei Brodskij! Ich wünsche uns allen soviel, wieviel mir zu dreihundert, und sogar zu zweihundert und selbst zu hundert Rubeln fehlt! « Kurz und gut – nicht gedacht soll ihrer werden –, ich meine unsere Juden!

Es heißt ja, daß du ein guter und großer Gott bist, – warum bekommt dann der eine alles, und der andere nichts? ‹ Und dann sage ich mir wieder: ›Bist doch ein großer Narr, Tewje! Willst du ihn vielleicht belehren, wie er die Welt regieren soll? Wenn er es einmal so haben will, so muß es wohl so sein. Denn wenn es anders sein müßte, so wäre es eben anders. Und warum ist es nicht anders? ‹ �Halt! « höre ich plötzlich jemand sagen. « melde ich mich aus meinem Winkel. »Meint Ihr, daß ich so einfach wegfahren werde, ohne mich zu verabschieden?

Kurz und gut, was soll ich lange erzählen, es flogen auf den Tisch Fünfrubelscheine, Dreirubelscheine, Einrubelscheine, – Hände und Füße zitterten mir, ich meinte, ich müßte gleich in Ohnmacht fallen. « sagt zu mir der Hausherr. « �Gott gebe euch«, sage ich, »das Zehnfache und das Hundertfache von dem, was ihr mir gegeben habt. « Und ich scharre das Geld mit beiden Händen zusammen und stopfe es mir, ohne zu zählen, in die Taschen. « sage ich. « Wie ich aber schon zum Wagen gehen will, sagt zu mir die Hausfrau, das ist die ältere Frau mit dem seidenen Tuch: �Wartet eine Weile, Reb Tewje; von mir bekommt Ihr noch ein Extrageschenk.

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