Berlin: Von der geteilten zur gespaltenen Stadt?: by Hartmut Häussermann

By Hartmut Häussermann

Inhalt
In diesem Buch werden die historische Herausbildung der sozialräumlichen Strukturen in Berlin, ihre Modifikation während der Zeit derTeilung sowie die neuesten Tendenzen seit 1990 dargestellt. Dabei stehen Fragen nach der Angleichung zwischen Ost und West sowie nach den neuen Linien sozialer Ungleichheit innerhalb der Stadt im Zentrum. Anhand detaillierter Analysen von Sozialdaten, Wanderungsprozessen und durch vertiefende Stadtteiluntersuchungen werden diesozialräumlichen Muster der Neusortierung der Bevölkerung beschrieben. Durchden Fall der Mauer und durch die immensen Wachstumserwartungen, die sich ander neuen politischen state of affairs in Europa und an der Hauptstadtfunktion vonBerlin entzündeten, erlebten viele Stadtteile eine neue Bewertung. Die Orientierung der Stadtplanung an dem Bedeutungsgewinn der Stadtvernachlässigte die Transformation der ökonomischen und gesellschaftlichen Systeme, die in beiden Teilen der Stadt zu einer konfliktreichen scenario geführt hat. Die Darstellung orientiert sich an der Frage, ob dergegenwärtige Wandel zu einem Übergang von der politisch geteilten zu einersozial gespaltenen Stadt führt. Aus dem Inhalt: Konturen der postmodernen Stadt Arbeiterviertel und Villenkolonien: Die Herausbildung sozialräumlicher Strukturen vor 1945 Die geteilte Stadt Sozialer und ökonomischer Wandel in den 90er-Jahren Die Stadt wird mobil: neue Muster der Segregation Die neue Krise der Großsiedlungen Verslumt die Innenstadt? Stadterneuerung in den östlichen Altbaugebieten Die Segregation von Ausländern: Ausgrenzung oder Multikultur? Segregation und Ausgrenzung: Trennen oder Mischen? Von der geteilten zur gespaltenen Stadt? Anforderungen an dieStadtpolitik Die Autoren: Dr. Hartmut Häußermann, Professor am Institut für Sozialwissenschaften,Stadt- und Regionalsoziologie; Andreas Kapphan, Dipl.-Geogr., Institut fürSozialwissenschaften, Stadt- und Regionalsoziologie; beide: Humboldt-Universität zu Berlin.

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Beatmung: (11. Wiener Intensivmedizinische Tage, 5.–6. Februar 1993)

Die respiratorische Insuffizienz stellt eines der zentralen Probleme des Patienten auf der Intensivstation dar. Durch Verbesserung der Technik in der maschinellen Beatmung und in den augmentierenden Verfahren sowie in der medikamentösen Therapie ist es in den letzten Jahren gelungen, große Fortschritte in der Behandlung dieser Patienten zu erzielen.

Steuerstrafrecht: Grundlagen – Anwendungsfelder – Musterfälle

Das Buch gibt einen kompakten Überblick über alle relevanten Themen des Steuerstrafrechts und die damit zusammenhängenden Fragen des allgemeinen Strafrechts bzw. des Strafprozessrechts. Die Autoren legen großen Wert auf Praxisnähe und verdeutlichen die wichtigsten Problemfelder anhand zahlreicher Musterfälle mit Lösung sowie Übersichten.

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Die Mietskasernenviertel wurden von ihrem Hauptkritiker, Werner Hegemann, insgesamt als ein großer, riesiger Slum beschrieben. Die politischen Gefahren, die seiner Ansicht nach hiervon ausgingen, lagen in der Formierung einer Arbeiterbewegung, die gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse aufbegehrte, und in der Unkontrollierbarkeil der Arbeiterviertel. Niemand wusste in den Arbeitervierteln aufgrund der hohen Fluktuation, wer wann genau wo lebte, und dies beflügelte die Angst vor rebellischen Machenschaften des Proletariats.

Die räumliche Verteilung von Funktionen und Bevölkerungsgruppen im Prozess des starken Stadtwachstums bis zu der Zäsur, die der Zweite Weltkrieg bildete, soll daher im Folgenden skizziert werden. In der vorindustriellen bürgerlichen Stadt wurden die Bauplätze und die Wohnorte nach Regeln vom Rat festgelegt, der Status und die Zugehörigkeit zu Zünften und Ständen spielten hierbei eine wichtige Rolle. Nach der Unterwerfung der Städte durch die Landesherren lag rechtlich und ökonomisch alle Macht in deren Händen, und sie nutzten sie, um die Residenzstadt repräsentativ auszubauen und eine ökonomische Entwicklung anzustoßen, die ihre Steuereinnahmen erhöhen sollte.

1448 kam es beim "Berliner Unwillen" zum Eklat zwischen den Bürgern und dem Landesherrn, bei dem die Bürger klein beigeben mussten. Der Landesherr beschloss daraufhin, seine Residenz in Berlin zu bauen, um weitere Unruhen und eine zu große Selbständigkeit der Stadt im Keim zu ersticken. Die städtische Selbstverwaltung wurde stark eingeschränkt, der Stadtrat musste vom Hof Weisungen entgegennehmen. ). Eine bis 1918 anhaltende Folge war, dass die Stadtplanung in Berlin dem preußischen Innenministerium unterstand.

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